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Das Zusammenspiel zwischen Umwelt, Immobilienindustrie und Bauwesen

Ein Text von Karin Voigt und Martin Pfenninger

Verantwortungsvolle Geschäftsführung ist ein Kernanliegen von Swiss Prime Site. Dazugehört, dass wir gesetzliche Vorgaben und regulatorische Standards einhalten und selbstdefinierte Grundsätze tagtäglich leben. Diese sind unter anderem in unserem Konzept zur Umweltpolitik und dem Verhaltenskodex für Lieferanten zu finden. In Erstgenanntem verpflichten wir uns beispielsweise langfristig (bis 2040) zur betrieblichen Klimaneutralität. In Letzterem sind einerseits ökologische, aber ebenso soziale Richtlinien für die Lieferant*innen, wie etwa die Einhaltung der  Menschenrechte oder das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, festgehalten. Wir fokussieren also nicht nur auf interne Prozesse, sondern nehmen ebenso auf die externe Wertschöpfungskette Einfluss. Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige, zukunftsgerichtete Unternehmensführung die Resilienz erhöht und damit langfristig Wert für das Unternehmen, die Stakeholder, Gesellschaft und Umwelt schafft. Eines der relevantesten Themen dabei ist der Klimaschutz.

In der «linear organisierten Wegwerf-Wirtschaft» verursacht die Immobilienindustrie einen Grossteil des Abfalls in der Schweiz. Rund die Hälfte des Verbrauchs von natürlichen Ressourcen gehen zudem zulasten der Immobilienbranche. Unser Ziel ist es deshalb, die Materialkreisläufe in unserer Industrie zu schliessen und eine effiziente Kreislaufwirtschaft («Circular Economy») einzuführen. Folglich wird der Ressourcenverbrauch deutlich sinken und der CO2-Ausstoss massgeblich reduziert. Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette fördern die Nachhaltigkeit zusätzlich. Sei dies bei Lieferanten oder mit Partnern während der Bauphase oder im Betrieb und Unterhalt der Liegenschaften. Beispielsweise, indem wir biologische Materialien auswählen und die Rückbaubarkeit bereits in der Erstellung mitdenken. Weitere Einflussmöglichkeiten bieten sich später in der Nutzungsphase mittels Zusammenarbeit mit den Mietenden, zum Beispiel mit gemeinsam genutzten Flächen, Mobilitätsangeboten, im Bereich der Abfalltrennung oder mittels Umstellung auf Green Leases.

Das Center for Urban & Real Estate Management (CUREM) der Executive Education der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich bietet verschiedene Kompaktkurse und Studiengänge in Urban & Real Estate Management an. Sustainable Real Estate ist ein Teil davon.

(Zu den Autor:innen: Karin Voigt ist Chief Portfolio Officer Swiss Prime Site Immobilien AG und Alumna UZH. 2014 schloss sie ihren MAS Studiengang Real Estate am CUREM der Executive Education der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich ab. Martin Pfenninger ist Head Group Sustainability bei der Swiss Prime Site AG.)

Quelle: Oec. Magazin Ausgabe #17

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