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Vom Spitzensport ins Management: Wie Athlet:innen mit Weiterbildung in der Geschäftswelt durchstarten

Spitzensportler:innen sind auf Höchstleistung programmiert – sie trainieren diszipliniert, handeln strategisch und setzen sich ambitionierte Ziele. Kein Wunder, dass viele von ihnen nach der aktiven Karriere den Sprung ins Management schaffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass rund 23% der ehemaligen männlichen und 7% der ehemaligen weiblichen Schweizer Olympiateilnehmer:innen später im obersten Management tätig sind. Auf was kommt es in der Geschäftswelt an? Text: Dr. Daniel Fasnacht

Die Leistung zählt

Sportler:innen wissen: Erfolg wird im entscheidenden Moment gemessen. Dasselbe gilt in der Wirtschaft. Unternehmen stehen unter hohem Wettbewerbsdruck – Schnelligkeit, Belastbarkeit und strategische Entscheidungen sind entscheidend, um sich zu behaupten.

Athlet:innen bewegen sich in einem Umfeld, das kontinuierlich Spitzenleistungen fordert. Sie sind zielorientiert, gehen kalkulierte Risiken ein und bewahren auch unter Druck einen klaren Kopf. Sie analysieren Niederlagen, optimieren Trainingsmethoden und entwickeln neue Strategien.

Wie können Athlet:innen ihre Stärken gezielt in die Wirtschaft übertragen?

Anpassungsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Sportler:innen wissen: Stillstand bedeutet Rückschritt. Sie perfektionieren Techniken, analysieren Gegner und passen ihre Strategien laufend an. Die Fähigkeit, sich auf das Umfeld und den Wettbewerb anzupassen, ist in der heutigen Unternehmenswelt essenziell.

Der digitale Wandel, disruptive Innovationen und künstliche Intelligenz verändern Märkte schneller als je zuvor. Spitzensportler:innen sind es gewohnt, aus Misserfolgen zu lernen, diese objektiv zu analysieren und sich kontinuierlich zu verbessern. Eine agile Denkweise ist ein entscheidender Vorteil in der heutigen Geschäftswelt. Unternehmen, die auf datengetriebene Strategien setzen und flexibel bleiben, sind langfristig erfolgreicher – genau wie Athlet:innen, die ihre Performance mit Zahlen messen und daraus Optimierungen ableiten.

Die aktive Sportkarriere ist zeitlich begrenzt. Wer sich der Veränderung stellt und frühzeitig in seine Zukunft investiert, legt den Grundstein für eine erfolgreiche zweite Karriere. Neben praktischer Erfahrung sind akademische Qualifikationen und wirtschaftliches Know-how entscheidend, um den Übergang in die Geschäftswelt reibungslos zu meistern und langfristig beruflich erfolgreich zu sein.

Die Zukunft aktiv gestalten

Standard-Weiterbildungen greifen oft zu kurz, wenn es um den Karrierewechsel von Spitzensportler:innen geht. Sie sind meist nicht darauf ausgelegt, die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse von Athlet:innen zu berücksichtigen. Zwar bringen Sportler:innen wertvolle Soft Skills wie Disziplin, Durchhaltevermögen und Teamgeist mit, doch der direkte Übergang ins Management erfordert praxisnahe und gezielte Schulungen, die speziell auf ihre Situation abgestimmt sind.

Massgeschneiderte Weiterbildungsprogramme mit flexiblen Lernformaten und praxisorientierten Inhalten bieten hier einen entscheidenden Vorteil, um ihre einzigartigen Fähigkeiten strategisch einzusetzen und mit fundiertem Managementwissen zu kombinieren. Disziplin, strategisches Denken und Resilienz – Eigenschaften, die sie in ihrer Sportkarriere perfektioniert haben – werden so zur Grundlage, um langfristigen Erfolg in der Geschäftswelt zu haben.

Möchten Sie mehr erfahren über massgeschneiderte Weiterbildungsprogramme für Sportler:innen?

Die Executive Education der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich unterstützt Schweizer Spitzensportler:innen dabei, ihre wirtschaftlichen Kenntnisse auszubauen. Gemeinsam mit dem Athletes Network, gegründet vom ehemaligen Fussball-Nationalspieler Benjamin Huggel und unter der Leitung von Dave Heiniger, werden Programme entwickelt, die Athlet:innen optimal auf ihre Zukunft in der Geschäftswelt vorbereiten. Mehr Informationen finden Sie auf der Website.

Zudem bietet die Executive Education zahlreiche Diplomprogramme und Kompaktkurse an, die nicht nur für Sportler:innen interessant sind. Zur Übersicht.

(Quelle zu den in der Einführung genannten Daten: Schmid, M. J., Örencik, M., Schmid, J., & Conzelmann, A. (2022). Linking sports-related and socio-economic resources of retiring Olympic athletes to their subsequent vocational career. International Review for the Sociology of Sport, 58(5), 809–828.)

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