Lukas Flüeler, MAS Finance
Lukas Flüeler, 35, arbeitet als Strategy Manager bei Swiss Life und wohnt in Bern. Der zweifache Familienvater ist allen Schweizer Hockeyfans wohlbekannt: Als ehemaliger ZSC-Torhüter blickt er auf eine 15-jährige Karriere mit vier Meistertiteln zurück. Zusätzlich darf er nun einen weiteren Erfolg verbuchen: den Abschluss des MAS Finance an der Universität Zürich. Dank einem massgeschneiderten Studienplan und mit viel Disziplin konnte er die Weiterbildung berufsbegleitend zu einem Vollzeitpensum - zuerst noch auf dem Eis und anschliessend im Büro bei Swiss Life - erfolgreich absolvieren. Ganz besonders schätzte er die persönlichen Kontakte sowie die Horizonterweiterung, die er durch seine Mitstudierenden gewonnen hat.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Weiterbildung zu absolvieren?
Ich habe an der Fachhochschule BWL im Bachelor und Master studiert und habe im Anschluss eine Weiterbildung auf Universitätsstufe gesucht. Da ist mir sehr schnell der MAS Finance der Universität Zürich aufgefallen. Beim Finance-Team habe ich mich erkundigt, ob die Teilnahme neben meiner Eishockeykarriere möglich ist. Daraufhin wurde mir ein massgeschneiderter Plan erstellt. So konnte ich parallel zum Studium weiterhin auf dem Eis stehen.
Weshalb haben Sie sich für den MAS Finance entschieden?
Ich hatte schon immer ein Flair für Finanzen und Zahlen und ein grosses Interesse daran, auch bereits im Studium. Deshalb bin ich bei der Swiss Life im Projektcontrolling eingestiegen. Auch meine aktuelle Tätigkeit in der Strategie ist wiederum im Bereich Finanzen angesiedelt. Zudem hat mich überzeugt, dass im MAS Finance eine grosse Auswahl an Themen vorliegt. Hier haben mich vor allem jene Module interessiert, die Berührungspunkte mit der Versicherungsbranche aufweisen, seien das Future Business Models oder Insurance for Development. Aus diesen Gründen habe ich mich für diesen Studiengang entschieden, worüber ich immer noch sehr glücklich bin.
Was hat Ihnen an der Weiterbildung besonders gefallen?
Erstens haben mir die zahlreichen Auswahlmöglichkeiten gut gefallen. So konnte ich mir, basierend auf meinem Beruf und meinen Interessen, ein Studium zusammenstellen, das perfekt auf mich abgestimmt ist. Zweitens hat es mich sehr gefreut, so viele spannende und verschiedene Leute aus sehr unterschiedlichen Arbeitsbereichen kennenlernen zu dürfen. Dadurch, dass ich aus dem Sport komme und sozusagen erst drei Jahre in der Berufswelt tätig bin, hat mir etwas die Sicht von ausserhalb der Versicherungsbranche gefehlt. Diese habe ich nun, dank meinen Studienkolleg:innen, die beispielsweise beim Bund oder in Banken gearbeitet haben, erhalten. Das empfand ich als sehr spannend und bereichernd für meine eigene Karriere.
Was war die grösste Herausforderung am Studiengang
Es war für mich eine Herausforderung, Beruf, Familie und Weiterbildung unter einen Hut zu bringen. Mit guter Organisation und Unterstützung am Arbeitsplatz sowie auch privat ist jedoch alles möglich.
Welches sind Ihre Key-Takeaways aus dem MAS?
Mir hat das ganze Thema Corporate Finance sehr gut gefallen, daraus konnte ich sehr viel mitnehmen für mein Verständnis der Finanzwelt und ihrer Zusammenhänge. Es gefiel mir sehr, dass aktuelle Themen, wie etwa die gegenwärtige Bankenkrise, sofort aufgenommen und besprochen wurden und nicht einfach alter Lernstoff durchgegangen wurde. Denn die Finanzwelt dreht sich sehr schnell. Dies mit Fachexperten zu diskutieren fand ich äusserst spannend.
Was wird Ihnen aus dieser Zeit am meisten in Erinnerung bleiben?
Ich fand es grossartig, die Universität Zürich kennenzulernen und vier Jahre ein Teil von ihr sein zu dürfen. Es war toll, auch mal mit den Professor:innen einen Kaffee oder ein Bier zu trinken und sich dabei über Geschäftliches und Privates zu unterhalten oder unterschiedliche Ansichten auszutauschen. Die zahlreichen Menschen und ihre Geschichten und Erfahrungen kennenzulernen war sehr wertvoll für mich und daran werde ich mich immer gerne zurückerinnern. Sehr schön finde ich auch, dass ich immer noch Kontakt habe zu einigen Leuten.
Gibt es ein Thema, zu dem Sie sich noch mehr Wissen aneignen könnten?
Die M&A-Themen haben mich ganz besonders interessiert und was ich in diesen Bereichen lernen konnte, möchte ich gerne mitnehmen und in der Versicherungsbranche umsetzen und vertiefen. Besonders die Tatsache, dass Experten aus der Branche die Vorlesungen gehalten haben, machte diese Themen höchst spannend für mich.
Was hat Ihnen die Weiterbildung gebracht?
Sie hat mir auf verschiedenen Ebenen viel gebracht. Einerseits auf der menschlichen Ebene, da ich sehr viele Leute aus unterschiedlichen Branchen kennengelernt habe. Dadurch profitiert auch mein Arbeitgeber. Denn im Bereich der Strategie, in dem ich arbeite, ist es enorm wichtig, zu wissen, was bei den Banken und den anderen grossen Playern auf dem Markt gerade läuft.
Andererseits hat mir natürlich auch das erworbene Fachwissen geholfen. Von Themen wie Corporate Finance kann ich sehr viel für den Beruf mitnehmen, etwa, wenn es um KPIs und deren Interpretation für die Versicherungsbranche geht.
Grundsätzlich glaube ich, dass es immer positiv ist, sich weiterzubilden. Wenn man sich ein Ziel setzt und dieses mit viel Disziplin erreicht, ist das ein wahnsinnig schönes Gefühl.
Würden Sie die Weiterbildung empfehlen und falls ja, wem?
Ja unbedingt, ich würde sie allen Personen empfehlen, die in der Finanzindustrie tätig sind. Sich auf einem sehr hohen Niveau weiterzubilden, Inputs von versierten Dozierenden zu erhalten und gleichzeitig weiter auf dem Beruf zu arbeiten, das passt perfekt zusammen. Ich bin auch meiner Arbeitgeberin Swiss Life äusserst dankbar dafür, dass sie mir diese Erfahrung ermöglicht hat.
Wie würden Sie Ihre Erfahrung mit dem Team der UZH Finance Weiterbildung beschreiben?
Ich fand das Team sehr professionell, sehr zugänglich und super aufgestellt. Ich fühlte mich immer sehr gut vorbereitet durch alle Tools und Informationen, die uns zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Kommunikation war genau so, wie man es sich wünscht; für alle Fragen oder Probleme wurden stets Lösungen gesucht und präsentiert.
Und ganz zum Schluss: Was ist anstrengender - eine Hockeysaison oder ein Semester MAS Finance?
Innerhalb der Saison so wie auch des Semesters gab es immer Ups and Downs, ich glaube, das gehört dazu. Ich habe mich auf den Schlittschuhen sicher noch etwas besser ausgekannt und wusste aus Erfahrung, dass es nach einem Tiefpunkt wieder aufwärts geht. Im MAS musste ich das zuerst noch lernen. Sowohl im Sport als auch im Studium ist es aber möglich, im Team etwas zu erreichen, was beides sehr spannend und empfehlenswert macht.
Herzlichen Dank, Lukas Flüeler!
(Hier finden Sie weitere Informationen zum MAS Finance.)
Text: Linda Betschart