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Roger Büchel, Executive MBA

Von Bühnenlichtern zu alpinen Höhen

Viele Menschen behaupten, unternehmerisch zu sein. Roger Büchel hat einen Berg gekauft.

Heute ist er Mehrheitseigentümer und CEO der Gemmi Bahnen, einem ganzjährig geöffneten Ausflugsziel oberhalb von Leukerbad im Wallis. Zwei Seilbahnen verbinden den Kurort mit dem Gemmi-Pass auf über 2000 Metern Höhe und mit dem Daubensee, einem hochgelegenen Natursee. Die Gäste kommen zum Wandern, Skifahren, Schneeschuhwandern und um die autofreie Hochgebirgslandschaft mit weitem Blick und viel Platz zu geniessen.

Seine Reise in die Alpen begann mit Musik. Als Teenager lernte Roger Schlagzeug spielen, spielte in Orchestern, Big Bands und Rockgruppen und kümmerte sich bald neben den Rhythmen auch um Soundsysteme und Beleuchtung. „Schritt für Schritt wechselte ich von der Bühne hinter die Kulissen“, erinnert er sich. Mit 18 gründete er ein Unternehmen für Veranstaltungstechnik, das Ausrüstung und Personal an Veranstalter vermietete.

Über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren baute er dieses Unternehmen auf und verkaufte es später, wobei er sich von Club-Auftritten zu Firmenveranstaltungen wie Jahreshauptversammlungen und Produktvorstellungen verlagerte. Anschliessend trat er der Habegger Group bei, übernahm Führungsaufgaben in der Live-Kommunikations- und Veranstaltungsbranche und lernte, wie er selbst sagt, „wie grössere Organisationen ticken“.

2017 stellte sich Roger einer neuen Herausforderung: dem Executive MBA der Universität Zürich. Da er kleine Kinder zu Hause hatte, waren die Nähe und der Stundenplan entscheidend. „Die UZH war familienfreundlich; ich konnte weiter arbeiten und trotzdem für meine Familie da sein“, sagt er. Ebenso wichtig war der praxisorientierte Charakter des Programms: reale Fälle, Professor:innen mit Branchenerfahrung und Kommiliton:innen, die ihre eigenen Erfahrungen einbrachten. Finanz- und Planungsmodule, ein Auslandsaufenthalt in Yale und Medientrainings mit Gabriela Amgarten waren für ihn persönliche Höhepunkte.

Im Dezember 2019, kurz vor Abschluss des EMBA, wurde er CEO des Kongresshauses Zürich. Der Veranstaltungsort war noch eine Baustelle, und Roger war der erste Mitarbeiter. Er beaufsichtigte die Renovierung, entwarf eine moderne Organisation, führte neue digitale Systeme ein und stellte rund 600 Mitarbeitende ein. «Dass ich zu diesem Zeitpunkt im EMBA war, hat mir definitiv geholfen», sagt er. «Ich konnte meine langjährige Erfahrung im Veranstaltungsbereich mit aktuellen Managementkonzepten verbinden.»

Nach der erfolgreichen Wiedereröffnung des Kongresszentrums verspürte er erneut den Drang, sich unternehmerisch zu betätigen. Ein LinkedIn-Beitrag eines ehemaligen Nachbarn führte ihn zu Gemmi Bahnen, einem Familienunternehmen, das damals einen Nachfolger suchte. Die autofreie, raue Landschaft überzeugte ihn emotional, die Due Diligence und der Zehnjahres-Businessplan mussten ihn rational überzeugen. „Der Finanzteil des EMBA war dabei entscheidend“, sagt er. „Er gab mir die Werkzeuge an die Hand, um die Zahlen zu verstehen und ein Geschäft zu strukturieren, das Investoren unterstützen konnten.“ Heute hält er etwas mehr als 60 Prozent der Holdinggesellschaft und ist sowohl Vorsitzender als auch CEO.

Mit Blick auf die Zukunft konzentriert sich Roger darauf, die Gemmi Bahnen weiterzuentwickeln – von der Prüfung von Optionen für ein historisches Berghotel bis hin zur Schaffung von Mitarbeitendenwohnungen im Tal –, wobei er den ruhigen Charakter der Region bewahren möchte. „Für mich geht es immer noch darum, Erlebnisse und Erinnerungen für die Gäste zu schaffen“, sagt er. „Nur die Umgebung hat sich verändert.“

(Weitere Informationen zum Executive MBA finden Sie hier.)

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