Isabelle Waser, CAS in General Management
Isabelle Waser, 48, lebt mit ihrer Familie in Zürich. Sie arbeitet als Head of Marketing & Communications für die Mediapulse AG für Medienforschung. An der Universität Zürich hat sie Soziologie, Publizistik und Staatsrecht studiert. Seither ist sie in der Medienforschung tätig und verfügt mittlerweile über 30 Jahre Forschungserfahrung. Begonnen hat Isabelle Waser ihre Karriere beim Schweizer Radio DRS und dem Schweizer Fernsehen (SF) – den Vorgängern des heutigen SRF – anschliessend stiess sie zu Mediapulse, wo sie unter anderem die Onlineforschung aufgebaut hat. Seit einem halben Jahr amtet sie nun als Leiterin Marketing & Communications und befindet sich mitten in der Transition von der Forschung hinein ins Management. Mit dem CAS in General Management, den sie berufsbegleitend absolviert, schafft sie eine Wissensbasis für die neuen Aufgaben, die ihre Funktion mit sich bringt.
Wann haben Sie begonnen, sich für das Thema Management zu interessieren?
In meiner bisherigen Karriere habe ich umfangreiche Projekte geleitet, was mich schrittweise von der reinen Forschungsarbeit entfernt hat. Die Forschung hat sich über die Jahre stark verändert, wodurch ich mich von der Datenanalyse immer etwas weiter wegbewegt habe. Ich kann zwar noch fundiert mitreden und verstehe die verschiedenen Methoden, aber die praktische Durchführung liegt nicht mehr in meinem Fokus. Durch meine Erfahrungen im Projektmanagement habe ich nun festgestellt, dass mir besonders die Steuerung komplexer Prozesse und das Management unterschiedlicher Anforderungen liegen. Dies hat mich dazu bewogen, meinen Weg weiter in Richtung Management fortzusetzen.
Wie sind Sie auf den CAS in General Management aufmerksam geworden?
Ich habe an der Universität Zürich bereits eine Weiterbildung in «Statistik für Sozialwissenschaften» abgeschlossen. Daher war es für mich naheliegend, erneut dort nach passenden Weiterbildungen zu recherchieren. Diese habe ich anschliessend mit weiteren Anbietern verglichen. Wichtig war mir, dass der Studienort in der Nähe meines Wohnorts liegt, da ich beruflich stark eingebunden bin und zwei Kinder habe.
Weshalb haben Sie sich für dieses Angebot der Universität Zürich entschieden?
Ich habe durch mein Studium bereits eine Verbindung zur Universität Zürich. Zudem hat mich der Studiengang selbst sehr überzeugt. Besonders attraktiv finde ich, dass er aus Kernmodulen besteht und die Flexibilität bietet, je nach Bedarf zusätzliche relevante Themen auszuwählen. Weiter gefällt mir der pragmatische Ansatz des Programms, da ich dadurch schnell und effizient zu den benötigten Kenntnissen gelange.
Wie war Ihr erster Eindruck vom CAS-Programm und den ersten Modulen?
In meinem ersten Kurs, Strategisches Management, fiel mir besonders die ausgewogene Balance zwischen Theorie und Praxis auf. Diese Mischung erschien mir äusserst sinnvoll und passend für unsere Teilnehmer:innengruppe. Wir erhielten zu Beginn jeweils wertvollen Input durch theoretische Modelle, bevor wir zügig zu konkreten Anwendungsfällen übergingen. Dadurch habe ich schnell bemerkt, dass das Gelernte sehr nützlich ist. Diese Herangehensweise hat mich nachhaltig überzeugt und dieser Eindruck setzte sich in den folgenden Modulen fort.
Welche Themen fanden Sie bisher am relevantesten für Ihre berufliche Praxis?
Am greifbarsten wurde es für mich im Bereich Marketing. Obwohl mir vieles davon aus dem Studium noch präsent war, schätze ich besonders die Möglichkeit, nun auf ein umfassendes Nachschlagewerk zurückgreifen zu können. Der Kurs bot ein breites Spektrum an Modellen und Ansätzen, sodass man beim nächsten Bedarf genau weiss, wo man nachschauen kann. Man hat eine Idee, welches Modell in welcher Situation sinnvoll eingesetzt werden kann. Ich verfüge nun über wertvolle Ressourcen, die im Arbeitsalltag Orientierung bieten.
Haben Sie bereits Ideen, wie Sie das neu erlernte Wissen anwenden können?
Ja, ich sehe viele konkrete Anwendungsmöglichkeiten und habe das neue Wissen auch bereits eingesetzt. Kürzlich musste ich eine Präsentation halten und habe dafür direkt eine Information aus dem Marketing-Kurs verwendet.
Gab es etwas, das Ihnen bisher besonders gut gefallen hat?
Ich schätze es grundsätzlich sehr, wieder einmal Input zu erhalten, anstatt ständig selbst produzieren zu müssen. Es ist zudem erfrischend, in eine völlig neue Gruppe von Menschen einzutauchen, fernab meines gewohnten Umfelds. Besonders faszinierend finde ich, dass alle Teilnehmenden an einem ähnlichen Punkt stehen: Sie haben bereits eine Menge Erfahrung gesammelt und möchten sich nun weiterentwickeln. Inhaltlich hat mir die Arbeit an der Case Study im Strategischen Management besonders gefallen. Es war spannend, in kurzer Zeit konkret zu werden bei der Bearbeitung der Fallstudie über den amerikanischen Online-Medikamentenvertrieb «Cost Plus Drugs». Was mir weiter zusagt, ist der sequenzielle Aufbau des Programms. Man widmet sich intensiv einem Thema und kann es zeitnah auch wieder abschliessen.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Ihren Kommiliton:innen bisher erlebt?
Unsere Kohorte ist sehr heterogen aufgestellt, was ich äusserst spannend finde. Es gibt Teilnehmer:innen mit ganz verschiedenen Hintergründen, die interessante Perspektiven und Themen einbringen, mit denen ich bisher gar nie in Berührung gekommen bin. Dadurch entstehen häufig fruchtbare Diskussionen. Zudem sind alle enorm engagiert und hochmotiviert, das fällt auf. Man merkt, dass es sich um Menschen handelt, die vorankommen wollen und sich entsprechend verhalten. Auch bei Gruppenarbeiten mit Personen, die man zuvor noch nie getroffen hat, funktioniert die Zusammenarbeit stets reibungslos.
Inwiefern fördert der CAS Ihre persönliche und berufliche Entwicklung?
Meine berufliche Weiterentwicklung läuft schon parallel zu dieser Weiterbildung ab, das geht Hand in Hand. Und persönlich hat mir das erworbene Wissen viel Selbstvertrauen verliehen. Ich habe nun ein Verständnis für diese neuen Themenbereiche erworben und weiss, wie ich mich in diesen Gebieten bewegen kann und wo ich die nötigen Informationen finde. Auch der Fachwortschatz, den ich mir dadurch angeeignet habe, ist sehr hilfreich.
Was ist die grösste Herausforderung an diesem CAS?
Für mich ist es eine Herausforderung, neben Arbeit und Familie Zeit zu finden für die Lernkontrollen. Weiter hatte ich zu Beginn grossen Respekt vor den Prüfungen. Arbeiten zu schreiben und Präsentation zu halten bin ich mir gewohnt, aber eine Prüfung hatte ich schon ewig nicht mehr geschrieben. Glücklicherweise hat sich das wieder gelegt. Eine zusätzliche Herausforderung für mich waren die Finanzthemen, da ich damit bisher kaum Berührungspunkte hatte, weder im Studium noch im Berufsleben. Aber auch wenn dieser Bereich nicht höchste Priorität für mich hat, ist es mir dennoch wichtig, diese Welt ein Stück weit zu verstehen.
Was sind Ihre Erwartungen für die verbleibenden Module des CAS?
Jetzt stehen Themen wie Leadership und Kommunikation an, die ich sehr konkret in meiner Arbeit anwenden kann. Daher hoffe ich auf einen direkten Nutzen für meine berufliche Tätigkeit. Zudem bin ich auf das Modul Digitale Transformation gespannt. In meiner Forschungskarriere habe ich stets den digitalisierten Teil der Forschung beigesteuert und diesen Bereich vorangetrieben – ich habe sozusagen die digitale Transformation in unseren Datensatz gebracht. Nun bin ich gespannt, zu erfahren, wie das in der Theorie aussieht.
Würden Sie diese Weiterbildung weiterempfehlen und falls ja, wem?
Ja, ich habe bereits einige Leute in meinem Umfeld inspiriert, sich zu informieren. Dieser CAS eignet sich für alle, die Arbeitsleben und Familie vereinbaren müssen, da die Einbettung in diesen Kontext sehr gut funktioniert. Der Studiengang ist sehr pragmatisch aufgebaut und die Inhalte lassen sich direkt umsetzen. Auch das Verhältnis von Aufwand und Ertrag stimmen. Zudem sprechen die Management-Inhalte eine grosse Zielgruppe an und der CAS ermöglicht mit der persönlichen Schwerpunktsetzung viel Spielraum.
Herzlichen Dank, Isabelle Waser!
(Hier finden Sie weitere Informationen zum CAS in General Management.)